Sponsoren stiften neuen Vereinsbus für den ETSV09 Landshut

Der Innenraum riecht noch fabrikneu. Das macht Lust auf Reisen. Der neue Vereinsbus des ETSV09 Landshut hat Platz für acht Passagiere. Geliehen werden kann er von jeder Abteilung des Sportvereins in der Siemensstraße.

Das neue Fahrzeug wird von den Mitgliedern schon sehnlich erwartet: Wenn es zu großen Turnieren geht, wird der Bus gerne bis zum Rand vollgeladen mit Ausrüstungsgegenständen, Proviant, Gepäck oder Luftmatratzen. Dann fährt der Bus schon einmal voraus und die Sportler kommen mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nach. Oder das Turnier findet weit abgelegen in der Provinz statt? Mit unserem neuen Bus kein Problem! Die Sportler-Auswahl darf ihn sich über das Wochenende leihen und erreicht so spielend leicht den Wettkampfort. Unsere weniger mobilen Sportkameraden – Kinder, körperlich Beeinträchtigte oder Senioren- kommen bequem zu den Veranstaltungen in der Umgebung. Ohne den Bus hätten sie darauf wohl verzichten müssen.

Der neue Bus macht die mühsame Fahrerei mit mehreren privaten PKWs unnötig. Das spart einiges an Sprit und schont die Umwelt. Und das Beste: Viele Sponsoren haben dazu beigetragen, dass dem Verein keine Unkosten durch den Kauf entstehen. Wir bedanken uns bei den Firmen der näheren und weiteren Umgebung, die dazu beitragen, dem Sport Mobilität zu verleihen:

Martin Maily Sachverständigenbüro; Siass Tortenatelier; Blumen Rössl; Dres. med. Evilien u.St. Krüger; La Osteria Ainmiller; Restaurant Bernlochner; Autopark Alam GmbH; „Zum 09 Wirt“; Kiermeier Durschl Denk OHG; ENI-Meixner GmbH; Liane Paukner Immobilen GmbH & Co.KG; Radl Stadl; Max Hammerl GmbH.

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Functional Flow 2019

Der Tag der offenen Tür des ETSV09 Landshut am Sonntag, 29.09.2019

360 Kilo ist sie schwer. Zum Ausrollen braucht es mindestens zwei Mann. In Minutenschnelle ist sie aufgeblasen – eine wunderschöne, riesige Piratenschiff-Hüpfburg. Sie war der Blickfang gleich am Eingang zum Gelände des ETSV09 Landshut. Und tatsächlich: Viele Familien mit Kindern fanden den Weg in die Siemensstraße und staunten, was es alles zu entdecken gab.

Denn am Tag der offenen Tür war einiges los auf dem Gelände und in der Sparda-Bank-Halle. Den Beginn machte die Kolping-Blaskapelle mit zünftiger Musik zum Weißwurst- und Weißbier-Frühschoppen. Ab 12.00 Uhr präsentierte sich der Verein in seiner ganzen Vielfalt. Mit einer Stempelkarte versehen zogen die Neugierigen über das Gelände, in die Halle und durch die Nebengebäude. Die verschiedenen Abteilungen warteten mit kleinen Aufgaben auf die Stempelsammler: durch Reifen Hüpfen bei den Leichtathleten, den Hampelmann- und Handstand-TÜV bei den Turnern oder Fragen zur Geschichte des Vereins. Für ein volles Stempelblatt gab es eine schicke Belohnung. Stationen fanden sich unter anderem bei den Keglern, den Eisstockschützen und den Kanuten.

Dem Auge bot sich viel: Die Übungsleiter zeigten dem Publikum auf der Tribüne, wie sie allwöchentlich mit ihren Teilnehmern trainieren. Präsentiert wurde Kinderturnen, Karate, Kobudo, Iaido, Handball, Parkour, Show-Tanz, Zumba in allen Varianten, Step-Workout und Tanz. Das machte Lust darauf, einmal vorbeizuschauen und die ein- oder andere Sportart auszuprobieren.

Währenddessen begann auf dem Fußballrasen das Lokal-Derby der Fußballabteilung des ETSV09 Landshut gegen  den FC Eintracht Landshut II. Leider verlor der Jubilar das Spiel knapp. Auch die Handball-Jugend und die Handball-Frauen hatten für den Nachmittag gegnerische Vereine zum Spiel in die Sparda-Bank-Halle geladen. So wimmelte und wuselte es überall auf dem Gelände von großen und kleinen Sportlern. Wie gut, dass dabei schönstes Sonntagswetter herrschte. Zum gleichen Zeitpunkt feierte die Herzsportgruppe mit vielen Ehrengästen und beteiligten Ärzten ihr 35-jähriges Bestehen im Nebensaal der Vereinsgaststätte „Zum 09´er Wirt“.

Wenn gegen Mittag Hunger aufkam, sorgten Würstel und Steak vom Grill für Abhilfe. Auch die Cafeteria war geöffnet und lockte mit leckeren selbstgemachten Kuchen. Oder man bestellte bei der Vereinswirtin gleich „was G´scheids“ zum Mittagessen z.B. Currywurst mit Pommes und Salat.

Der Tag der offenen Tür war der dritte Festtag anlässlich des  110-jährigen Bestehens des Vereins. Zuvor, am Samstag, hatte der Bayerische Vereinsabend in der Vereinsgaststätte stattgefunden. Das Tanzvergnügen hatte bis spät in die Nacht gedauert. Den Beginn der Festlichkeiten hatte am Freitag-Abend bayerisches Wirtshauskabarett „DREIaloa“ gemacht. Nach so viel Vorbereiten und Feiern waren alle Helfer und Vereinsmitglieder am Sonntag-Abend glücklich und erschöpft. Und sie freuen sich schon auf die nächsten Herausforderungen im Vereinsleben im kommenden Jahr.

 

„DREIaloa“ bot zum Auftakt des 110-Jährigen Vereinsjubiläums bayerisches Wirtshauskabarett

Wie Niederbayern tickt, kann man am besten in der Metzgerei studieren. Das meint zumindest „da Ebner“ aus Straubing. Wenn die Chefin aus der Wurstküche  über die Theke in den Verkaufsraum schaut und fragt: „Ward ihr des, die hinten geklopft hamn?“ und die arglose Antwort „Ja“ lautet: Dann kommt die sehr niederbayerisch-paradoxe Antwort: „Des ham mer ned gheerd!“.

Zusammen mit seinen Kollegen Marco Vogl aus Altdorf und Thomas Voglmayer, ebenfalls aus Straubing, gab es am Freitag-Abend beim „09´er Wirt“ „DREIaloa“: Der Reihe nach standen die  befreundeten Kabarett-Entertainer auf dem Podium. Mit Witz, Musik und „Gschichterln“ begeisterten sie die über 200 Zuhörer. Zur ungeschminkten Wirtshauskultur gehört, dass dabei auch gegessen und getrunken wird. Das störte die Künstler nicht. Gnädig gönnten sie der „Currywurstfraktion“ Speis und Trank.

„Da Ebner“ ist ein Liedermacher in der Tradition von Freddy Fesl und Hans Söllner. Alltagsprobleme und Lebensträume sind die Themen seiner Lieder. Was zum Beispiel, wenn man den Autoschlüssel partout nicht mehr findet? Man geht durch, wo man ihn zuletzt gesehen hat: „Am Scheißhaus hab ich ihn no ghabt!“ lautet der Refrain, den spätestens bei der dritten Strophe alle mitsingen.

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Der Vogelmayer hat ebenfalls die Gitarre zur  Hand. Beim Lied vom schwarz-weißen Ritter mit dem schwarz-weißen Pferd verknotet er sich nicht die Zunge. Und das ist erstaunlich, gibt es doch auch den blau-gelben, grün-roten und unsichtbaren Ritter, die zusammen durch den Wald reiten, bis…. Sein Lied „Dahoam“ besingt die bayerische Heimat und kommt zu der Schlussfolgerung: Heimat ist kein geografischer Begriff – sondern ein „Gfuih“.

Für Marco Vogl hingegen ist der Auftritt eine vom Psychologen empfohlene Therapiestunde. Denn just am Ort des Geschehens, der Vereinsgaststätte des ETSV09, erlebte er als vierjähriger Knirps ein Trauma. Während all seine Freunde und Cousins als Indianer, Polizisten und Cowboys sogar mit Sherif-Stern verkleidet waren, zwängten ihn seine Eltern in ein Froschkostüm. Diesen Anblick enthielt er dem Publikum nicht vor. Im Sinne einer Gruppentherapie zeigte Marco Vogl das Kinderfoto mit Froschkostüm großformatig. Die zu erwartende Reaktion der Zuschauerinnen und Zuschauer stürzte den Kabarettisten erneut in die seelische Frustration: „Mei, wie süüüß!“ Da hilft nur noch Dialekt-Yoga mit dem Oberpfälzer Idiom. Denn bei den vielen Vokalen lösen sich die Charken und nach einem Schluck Hellem kommt der Energie-Flow. Das probierte er mit dem Publikum gleich einmal im Versuch aus.

Der Abend war nichts für Freunde des feinsinnigen, hintergründigen Humors. Ebner, Vogl und Vogelmayer haben eine Vorliebe für derbe Schenkelklopfer und zotige Klischees. Urologen, Frauenbrüste und der „Schoaß“ als Beziehungsindikator müssen schon sein. Und trotzdem blitzte auch Nachdenkliches auf. Was heißt es z.B., wenn die Mutter am Telefon sagt: „Ah, du bist´s. Dich habe ich gar nicht gewollt!“ Die Kabarettisten  machen die Feinheiten der deutschen Sprache bewusst: „Warum heißt es vor Sonnenuntergang „das Korn“ und „der Weizen“ und nach Sonnenuntergang „der Korn“ und „das Weizen“? Deftig ist es nun einmal im bayerischen Wirtshaus: ungeschminkte Wirtshauskultur grob, laut und lustig.