Für Menschen statt für Märkte

 

Jahreshauptversammlung des ETSV09 hält Kurs

 

„Da bin ich nicht der Richtige!“ Für stylische Managerseminare ist Vereinspräsident Karl Seidl nicht zu haben. In seinem Rechenschaftsbericht lehnt er es ab, den Verein auf Marketing und ein smartes Dienstleistungsunternehmen zu trimmen. „Da bin ich altmodisch“, meint Seidl, die Menschen seien wichtig und nicht die Effizienz oder der Profit. Und daher bedankt sich der Vorsitzende des Vereins bei den zahllosen freiwilligen Helfern und ehrenamtlich Engagierten, die den ETSV09 ein Gesicht geben. Für seinen Kurs erntet Seidl den heftigen Applaus der Vereinsmitglieder.

Im Jahresrückblick fällt auf, dass der Sportverein einige Mitglieder verloren hat. Seidl führt das auf die prekäre Verkehrssituation durch den Neubau der Eisenbahnunterführung zurück. Viele Eltern wollten ihren Kindern den langen Umweg nicht zumuten. Doch nun sei der Umbau abgeschlossen. Im laufenden Jahr wird der nördliche Eingangsbereich gepflastert und auch wieder ein Kassenhäuschen errichtet. Weitere Renovierungsmaßnahmen laufen oder werden in Kürze in Angriff genommen. Dann lässt der Präsident das Vereinsjahr Revue passieren: Vereinsgala, Sportlerball, Kinderfasching und noch viele andere Highlights der vergangenen 12 Monate. Besonders erfreulich sei, dass wieder eine Pächterin für die Vereinsgaststätte gefunden worden ist.

Zuvor hatte der dritte Bürgermeister Erwin Schneck betont, dass Vereinssport zur kommunalen Identität eines Gemeinwesens gehöre. Sport sei Teil des kulturellen und sozialen Lebens und spiele eine entscheidende Rolle bei Inklusion und Bildung. Der ETSV09 erfülle diese Aufgaben mit seinem hohen Anteil an Kindern und Jugendlichen in vorbildlicher Weise. Der scheidende Schatzmeister Hans-Peter Summer attestierte dem Verein ein geringfügiges Defizit. Im Vergleich zu den vergangenen Jahren sei das Minus jedoch immer geringer geworden: „Wir sind auf dem Weg zu einer schwarzen Null!“ stellte der gelernte Banker fest. Und er lobte Vorstand und Abteilungen für den umsichtigen Umgang mit den knappen finanziellen Mitteln. Einen breiten Raum nahm der Jugendbericht der Jugendleiterin Sonja Würfel ein. Ob Handball, Fußball, Leichtathletik, Volleyball, Turnen oder Karate, in nahezu allen Abteilungen tun sich die Kinder- und Jugendgruppen durch besondere Leistungen hervor. Die gemeinsame Aktion Kinderfasching sei auch 2018 wieder ein Riesenerfolg gewesen.

Es verwundert nicht, dass die Vereinsmitglieder ihrem Präsidium und dem Ältestenrat für die nächsten zwei Jahre das Vertrauen aussprachen – und zwar jedem einzelnen von ihnen einstimmig. Für Hans-Peter Summer, der seinen Rückzug als Schatzmeister angekündigt hatte, übernahm Sonja Lipinzki das Amt der Kassiererin.

Während der Verein seine verdienten Mitglieder erst am Sommerfest ehrt, taten dies am Donnerstag-Abend die Verbände. Der Bayerische Landessportverband zeichnete Anneliese Franz aus. Der Deutsche Turnverband würdigte das Engagement von Claudia Käsbauer, Waltraud Knott, Olga Schneider, Sabine Wittmann und Silke Wolf. Die Bayerische Sportjugend ehrte Petra Schedlbauer. Die beiden Sekretärinnen der Geschäftsstelle erhielten für ihre langen und treuen Dienste frühlingshafte Blumensträuße.

Nach guten zwei Stunden konnte das alte und neue Präsidium die Jahreshauptversammlung in der Vereinsgaststätte beschließen.

Am vergangen Samstag traten die Damen zum Derby bei der TG Landshut II an. Auch wenn die Mädels das Hinspiel in eigener Halle klar für sich entscheiden konnten, waren alle doch sehr nervös. Die zwei Punkte sollten auch hier her. Coachi Danis Ansage war klar. Wie in den Spielen zuvor, wollte man den Gegner nicht ins Spiel kommen lassen. Früh sollte schon gestört werden und druckvoll im Angriff gespielt werden. Doch die ersten Minuten liefen nicht nach Plan. Die Nervosität war den Spielerinnen noch anzumerken. Die ersten Bälle im Angriff gingen gleich verloren, was die TG ausnutzte und mal gleich auf 4:1 davonzog.

Erst dann kamen die Mädels der 09 ins Spiel. Die Zuschauer sahen, wie schon in der ganzen Saison, eine geschlossenen Mannschaftsleistung. Jeder spielte und kämpfte für jeden. In der 22. Minute führte man dann zum ersten Mal mit zwei Toren. Ab hier lief es. Mit einem fünf Tore Vorsprung gingen die Mädels um Dani in die Pause.

Die zweite Halbzeit wollte man gleich so beginnen, wie die erste Halbzeit aufgehört hatte. Die wohlbekannten 10 Minuten sollten vermieden werden, hatten die Damen dies ja schon in der ersten Halbzeit. Druckvoll und schnell im Angriff, bei dem die Chancen auch verwertet wurden und aggressiv in der Abwehr konnte der Vorsprung immer weiter ausgebaut werden. Nach 60 Minuten stand dann ein hoher 18:32 Auswärtssieg auf der Anzeigentafel.

Am 14.04.18 müssen die Damen noch zu ihren letzten Spiel der Saison in den Bayerwald. Auch wenn hier einige Spielerinnen fehlen, soll auch hier der Sieg her, damit man die Saison sicher mit dem Vize-Meister beendet. Ob noch die Relegation um den Aufstieg in die Bezirksliga gespielt werden muss, steht bis jetzt noch nicht fest. Die Damen sind aber auch darauf vorbereitet. 

Es spielten: Dani Willberg, Jenny Jach (beide Tor), Nikki Matthei, Sarah Klötz, Verena Gebauer, Steffi Czipri, Nati Isaak, Saskia Scheibengraber, Lena Klosik, Hannah Hagl, Chrissi Kunert, Uta Schuster, Moni Wimmer

 

Letztes Spiel der weibl. A-Jugend in dieser Formation. Für die Trainerin Andrea Klosik und für die Spielerinnen ein besonderer Tag.

Vor vielen Landshuter Zuschauern und Eltern der Spielerinnen spielte unser Team noch mal sauber auf und zeigte, wie aus einigen Handballmädels ein wirklich tolles Team geworden ist. Moosburg hat eine sehr sympathischen, junge Mannschaft, eine neu aufgebaute Truppe. Die hatte es sehr schwer gegen unser jahrelang eingespieltes Team. „Dran bleiben“ soll deren Devise lauten. So viel erst in der 27. Minute das zweite Gegentor (14:2) und es war ein verdientes Tor. „Alle Spielerinnen noch mal aufs Feld schicken und Einsatzzeiten verteilen“, war die Devise und noch mal zusammenhalten. Spaß haben am Spiel und neue Formationen ausprobieren war unser Ziel. Das wurde hervorragend umgesetzt von den Mädels. Endstand 10:27

Noch einige besonderen Vorkommnisse: Erwähnenswert auf alle Fälle Alex direkter Freiwurf in der 30. Spielminute… Tor!!!!! Halbzeitstand 3:15

Alina in der 59. Spielminute direkter Wurf von der Mitte.. Tor! 4 gegebene

7 Meter: alle gehalten von Jenny. Auch Lara im Tor fehlerlos. Kanarina am Kreis hat effektive Sperren gesetzt und ein astreines und sehenswertes Tor gezaubert. Hannah mit einem von Tor von halb links hat klasse gespielt. Krissi sicher und souverän mit 7 Toren. Lena (10/2 Tore) hat als Mittespielerin auch gern mal ihre Position abgeben und ihren Kolleginnen die „Vorfahrt“ gelassen.Daniela hat ihren 7 m sicher verwandelt und Khadije ihre Aufgaben auf der Außenbahn und in der Mitte gut gelöst. Vielleicht ist dieser besondere Spielbericht etwas emotionaler ausgefallen, aber es sollte diesmal wirklich jeder Spielerin (bei diesem gelungenen Saisonabschluss mit 20 Punkten in der Oberliga) Danke gesagt werden, dass ihr es geschafft habt euere Trainerin zu begeistern. Bei der geht’s übrigens weiter mit einer weiblichen D-Jugend (U13) und hoffentlich einer weiteren neuen Erfolgsgeschichte.

Außerdem müssen noch ein paar U-19 Handballerinnen vom Himmel fallen, damit die jüngeren Spielerinnen der wA in der nächsten Saison wieder auflaufen können.

Es spielten: Jenny u. Lara im Tor, Alex 2, Krissi (7/1), Alina 5, Kana 1, Lena (10/2), Daniela (1/1), Khadije, Hannah 1, 

 

(Ferdinand Mader)

Hauptsache gewonnen“, hieß es am Samstag wie so häufig in dieser
Saison bei den Bezirksliga-Handballern des ETSV 09 Landshut. Die ließen
im Heimspiel gegen de „Zweite“ des TSV Simbach nichts anbrennen und
gewannen mit 27:23 (13:13). Trainer Waclaw Jach konnte zwar 14
Landshuter Spieler (darunter drei Torhüter und zwei A-Jugendliche)
aufbieten, von denen allerdings die meisten mit Verletzungen oder noch
grippegeschwächt an den Start gingen. Dies ließ der Coach freilich
nicht als Alibi für die durchwachsene Vorstellung seiner Mannschaft
gelten: „Es war ein schwaches Spiel, bei dem wir viel zu statisch
agierten und zu oft unvorbereitet aufs Tor warfen“, monierte Jach.
Weil seine Mannschaft zudem bei insgesamt acht Pfostentreffern einiges
Wurfpech hatte, konnten die „Eisenbahner“ angesichts von
Rückständen von bis zu drei Toren nach der ersten Halbzeit froh sein,
mit einem 13:13 in die Kabinen gehen zu können. In der zweiten Hälfte
legten die Rot-Schwarzen dann bis auf zwei Ausnahmen immer mit ein, 
zwei
Toren vor, ohne diese Führung allerdings entscheidend ausbauen zu
können. Dies gelang erst ganz am Schluss, als Tomasz Morawski, Raphael
Förtsch und der beste Spieler an diesem Abend, Sebastian Forster, von
24:23 (57. Minute) bis 39 Sekunden vor Ultimo auf 27:23 erhöhten. Dabei
blieb’s, denn der letzte TSV-Angriff des Spieles verpuffte. Damit
können die Nullneuner (5./23:11) mit mit einem beruhigenden
Punktepolster auf die unteren Tabellenhälfte in die nun anstehenden
Begegnungen mit den Topteams Pfaffenhofen (H) und Deggendorf (A) gehen.
ETSV 09 LANDSHUT (Tore/davon Siebenmeter): Andreas Forster, Schmid,
Covaci; Sebastian Forster (9/1), Metzger (5), Förtsch (1), Prücklmeier
(2), Deschu (1), Hartl, Latacz, Fabian Wimmer (1), Raith (2), Morawski
(6). -fe-