(Ferdinand Mader)

Hauptsache gewonnen“, hieß es am Samstag wie so häufig in dieser
Saison bei den Bezirksliga-Handballern des ETSV 09 Landshut. Die ließen
im Heimspiel gegen de „Zweite“ des TSV Simbach nichts anbrennen und
gewannen mit 27:23 (13:13). Trainer Waclaw Jach konnte zwar 14
Landshuter Spieler (darunter drei Torhüter und zwei A-Jugendliche)
aufbieten, von denen allerdings die meisten mit Verletzungen oder noch
grippegeschwächt an den Start gingen. Dies ließ der Coach freilich
nicht als Alibi für die durchwachsene Vorstellung seiner Mannschaft
gelten: „Es war ein schwaches Spiel, bei dem wir viel zu statisch
agierten und zu oft unvorbereitet aufs Tor warfen“, monierte Jach.
Weil seine Mannschaft zudem bei insgesamt acht Pfostentreffern einiges
Wurfpech hatte, konnten die „Eisenbahner“ angesichts von
Rückständen von bis zu drei Toren nach der ersten Halbzeit froh sein,
mit einem 13:13 in die Kabinen gehen zu können. In der zweiten Hälfte
legten die Rot-Schwarzen dann bis auf zwei Ausnahmen immer mit ein, 
zwei
Toren vor, ohne diese Führung allerdings entscheidend ausbauen zu
können. Dies gelang erst ganz am Schluss, als Tomasz Morawski, Raphael
Förtsch und der beste Spieler an diesem Abend, Sebastian Forster, von
24:23 (57. Minute) bis 39 Sekunden vor Ultimo auf 27:23 erhöhten. Dabei
blieb’s, denn der letzte TSV-Angriff des Spieles verpuffte. Damit
können die Nullneuner (5./23:11) mit mit einem beruhigenden
Punktepolster auf die unteren Tabellenhälfte in die nun anstehenden
Begegnungen mit den Topteams Pfaffenhofen (H) und Deggendorf (A) gehen.
ETSV 09 LANDSHUT (Tore/davon Siebenmeter): Andreas Forster, Schmid,
Covaci; Sebastian Forster (9/1), Metzger (5), Förtsch (1), Prücklmeier
(2), Deschu (1), Hartl, Latacz, Fabian Wimmer (1), Raith (2), Morawski
(6). -fe-

 

Eigentlich sollte das Spiel (Faschingssamstag ?) verlegt werden, aber es fand sich kein freier Hallentermin innerhalb des Rahmenspielplanes. „Also gut, dann treten wir an und improvisieren“, war die Ansage von Trainerin Andrea Klosik. Ohne Auswechselspielerin auf der Bank überließ Jenny der Lara komplett das Tor und kam im Rückraum auf Halblinks zum Einsatz. Und ohne Lena, auf die in der Formation Angriff (fast) alles zugeschnitten ist. Das war schon einmal gewöhnungsbedürftig. Aber was soll man sagen: Außer einer Torflaute von genau 12 Minuten in der Mitte des ersten Durchgangs (in Worten: eine gefühlte Ewigkeit...) gab es echt nix zu meckern. Denn nach dieser „Vorlaufzeit“ lief die Sache. Alle haben nicht nur durchgespielt, sondern wirklich hart gearbeitet. Neben Lara im Tor, die eine nahezu fehlerfrei Leitung lieferten, sind heute zwei Spielerinnen richtig über sich hinausgewachsen: Alex (7 Tore) und Alina (8 Tore). Beide haben vermutlich gemerkt, was ihnen ihre Athletik und Dynamik ermöglicht und wirklich sagenhaft schöne Tore erzielt. Kanarina am Kreis sperrte mehrmals die Weg für die Rückraumspielerinnen frei. Obwohl die Lücke nicht jedes Mal gesehen wurde, konnten auf diese Weise insgesamt neun 7-Meter herausgeholt werden. Krissi konstant und zuverlässig steuerte ihre 5 Tore bei und bei Khadije stand diesmal nur das Wurfpech (Pfosten) im Weg.

Es spielten: Lara im Tor, Jenny (1), Krissi (5), Alex (7), Alina (8), Kanarina (1), Khadije,

Geschwächt durch Personalausfälle (Paul, Marcel) waren wir diesmal nahe dran an einer Absage. Aber großen Dank an unsere C- Jugendspieler (Korbininan, Andy und Kevin), die auf Zuruf einsprangen, so dass doch ein junges aber komplettes Team auf die Beine gestellt werden konnte. Die rechte Seite war die halbe mC mit Andy, dem Keeper , der auf der durchaus gewöhnungsbedürftigen Position als Linksaußen seine Allrounderqualitiäten unter Beweis musste. Auch an der Linie sprang Trainer Klaus Hartl für den verhinderten Thomas Klosik ein. Auffälligster Spieler war diesmal Adrian, der mit 8 Toren einen persönlichen Tore-Rekord aufstellte. Wenn man dazu noch seine Zeitstrafen addiert, kommt man zu der Erkenntnis, dass der den Titel eines „Aggressiv-Leaders“ allmählich echt verdient.

Mehr war an dem Tag nicht drin. Die Ehre war gerettet.

Es spielten: Lukas (Keeper), Roman (6), Adrian (8/1), Dennis (1), Kevin , Nico (1), Korbinian