Indoor-Parkour(s) in der Sparda-Bank Sporthalle des ETSV 09

„Juwelenraub“ heißt das Vergehen. Die Täter müssen flüchten: unter den Lasern der Alarmanlage, ein Netz aus Zauberschnüren, hindurchrobben, einen engen Kamin aus Weichbodenmatten lautlos hinabgleiten. Die Polizisten müssen scharfe Sinne haben. Die Augen sind verbunden und man muss sich allein am Klang einer Triangel oder einer Rassel den Weg durch das Labyrinth suchen. Duftproben müssen erraten und verdächtige Gegenstände ertastet werden. All das erledigten die Kinder während des Indoor-Spielplatzes des ETSV 09 am 4. März 2018 spielend und wurden dafür mit kleinen Geschenken belohnt.

 

Die Jagd nach den Juwelen ist eine Aktion unter dem Motto „Kinder stark machen“ der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Es geht darum, auf ein Leben ohne Drogen vorzubereiten. Bewegung, Selbst- und Fremdwahrnehmung und Selbstvertrauen sind wichtige Elemente moderner Sucht-Vorbeugung. Diese beginnt schon im Kindergartenalter. Wer wäre dafür geeigneter als Sportvereine mit ihren Kinder- und Jugendgruppen?

Und die Älteren? Sie toben sich im klassischen Turn-Parcours aus, mit Trampolin, Reck und Spannbarren. Wem das immer noch nicht reicht, der trainiert wagemutige Stunts auf der Airtrack oder an den Cubes und Walls der Parkour-Sportler.

 

Der Griff zur Zigarette oder zum Glas Rotwein, wenn man Stress bei der Arbeit hat, muss nicht sein. Sporttherapeut und Diplomsportlehrer Jo Birkenseher führte die Erwachsenen in bewährte Entspannungstechniken ein, die man in seinem 12stündigen Kurs „Stress – Nein Danke!“ vertiefen kann, der im April wieder beginnt. Elemente der Selbsthypnose und des Qi Gongs zeigen einen Weg auf, wie man auch im alltäglichen Kampf bei der Arbeit oder in der Familie ohne Suchtmittel auskommt.

Ganz ohne Doping ging es aber auch beim ETSV 09 nicht. Die Cafeteria lockte mit leckeren Kuchen, Brezen und Semmeln sowie dem duftenden Sonntag-Nachmittag-Kaffee. So viel Droge darf schon sein!

Bericht: Achim Reinhart   Bilder: Kerstin Schedlbauer und Paul Keglmaier