„Halten Sie dieses Kind geeignet für den Sportverein?“

Diese Frage einer begleitenden Lehrkraft an die Übungsleiterin beim Schulprojekttag trifft ein noch immer weit verbreitetes Missverständnis genau. Der Wert von Sport und Bewegung für den heranwachsenden Organismus eines Kindes ist allgemein anerkannt, ebenso dass der Weg zum Meistertitel über den organisierten Sport führt. Vereine leisten jedoch noch wesentlich mehr. Sie bieten Gemeinschaft, fördern die Persönlichkeitsentwicklung durch Erfolgserlebnisse und den Umgang mit Niederlagen, durch Teilhabe und Gestaltungsmöglichkeiten und die Übernahme von Verantwortung. In diesem Sinne sollte es also eher um die Frage nach der passenden Sportart gehen!


Beim diesjährigen Projekttag waren wieder Boxen beim Boxclub Bavaria, Fußball, Karate, Leichtathletik, Stockschießen und (Gerät-)Turnen durch den ETSV 09 im Angebot, sowie Orientierungslauf und-neu hinzugekommen- Badminton mit dem Post SV als Gäste mit auf dem Gelände bzw. in der Sporthalle der 09. Ca. 250 Schülerinnen und Schüler der Grundschule St. Nikola (2.-4. Klassen) und des Sonderpädagogischen Förderzentrums (3./4.
Klasse) waren zum Schnuppern gekommen.

 


Unter dem Motto „die Welt steht Kopf“ vermittelten die Turner einige Vorübungen hin zum Handstand und die geeignete Hilfestellung, damit das Element auch jedem Mitschüler gelingen konnte. Einen Ball kopfunter hängend aufzufangen und abzuwerfen war zum Abschluss noch einmal eine ganz besondere Herausforderung für Wahrnehmung und Koordination, die allen sehr viel Spaß bereitete. Bei den Leichtathleten gab es Sprinttraining und eine altersgerechte Einführung in den Hürdenlauf mithilfe von Bananenkartons.

Die Handballer des ETSV 09 wählten stattdessen den alternativen Weg und schickten ihre Trainer in die Schulen hinaus, u.a. zur Grundschule St. Wolfgang und präsentierten vor Ort ihre Sportart.

Jedes einzelne Kind, dem wir den Weg in den Sportverein zeigen konnten, rechtfertigt den Aufwand und den besonderen persönlichen Einsatz der beteiligten Übungsleiter, sind sich die Organisatoren der Aktion einig.

Text: Kerstin Schedlbauer   Bilder erhalten von: Kerstin Schedlbauer