Die Klasse 7a der Staatlichen Wirtschaftsschule trainiert mit den Stockschützen des ETSV 09.

Das hatten manche Siebtklässler noch nie zuvor gesehen: Stockschießen. Auf allen vier Bahnen der Stockschützen ging es zur Sache. Auf den zwei hinteren Bahnen übten sich die Jungs darin, möglichst in der Mitte durchs Tor, das Blech mit der „10“, zu treffen. Auf den vorderen Bahnen versuchten die Mädels mit den schweren Erwachsenen-Stöcken möglichst nah an die Daube auf dem Mittelkreuz zu kommen. Da war Präzision gefragt! Die halbe Stockschützen-Abteilung des ETSV 09 trat an diesem Dienstag-Nachmittag an, um die Jungs und Mädels bei ihren ersten Stockschieß-Versuchen zu unterstützen.

Die Schützen des Vereins zeigten den Wirtschaftsschülerinnen und Wirtschaftsschülern den richtigen Bewegungsablauf beim Schießen mit dem Stock und erklärten geduldig die Regeln. Außerdem versorgten sie die Durstigen mit Wasser und Saftschorle. Pause konnte man im gemütlichen Unterstand der Stockschützen einlegen. Dabei tauschten sich Jung und Alt auch miteinander aus: „Was macht ihr denn in der Schule, wenn ihr zuhören müsst?“, „Da hören wir auch nicht zu!“

Nur zwei Schüler der Klasse haben keinen Migrationshintergrund. Viele tun sich mit der deutschen Sprache schwer. Auf der Stockschützenbahn spielt das keine Rolle. Ganz unbefangen üben sich die jungen Leute einer der traditionellsten Sportarten, die es in Bayern gibt. Die Zusammenarbeit zwischen der Staatlichen Wirtschaftsschule und dem ETSV 09 leistet einen wichtigen Beitrag zur Integration.

Manche Mädchen der 7. Klasse erwiesen sich als wahre Naturtalente. Gleich wurden sie zum Training am Montag und Donnerstag eingeladen. Schüler und Lehrer sind froh, dass sie eine neue Erfahrung machen durften. An diesem Nachmittag hatten sie zwar weniger Englisch gelernt, als es im Stundenplan vorgesehen ist, dafür erlebten Teenies, welchen Spaß ein traditionsreicher bayerischer Sport machen kann. Die Wirtschaftsschule dankt den Stockschützen des ETSV 09 von ganzem Herzen für den tollen Nachmittag.

Text und Bilder von Achim Reinhart