Landshuter Bezirksliga-Handballer beenden Saison mit 27:32-Niederlage in Schleißheim

(Ferdinand Mader)

Zum „Partycrasher“ konnten die Handballer des ETSV 09 Landshut am Samstag bei der Aufstiegsfeier des TSV Schleißheim zwar nicht werden, trotzdem verkaufte sich die ersatzgeschwächte Mannschaft von Waclaw Jach bei ihrer 27:32 (10:15)-Niederlage recht teuer, sodass der Trainer von einem "versöhnlichen Saisonabschluss“ sprach. Jach musste auf insgesamt fünf Spieler verzichten, die entweder durch Verletzung ausfielen oder sich bereits in die Sommerpause verabschiedet hatten. In seinem Rumpfteam standen zudem drei noch angeschlagene Akteure. „Trotzdem haben wir es den Schleißheimern sehr schwer gemacht mit unserer aggressiven und lauffreudigen Abwehr“, lobte der Landshuter Chefanweiser. 

Das Duell Tabellendritter gegen Rangfünfter verlief von Anfang an ziemlich offen. Die Gäste liefen zwar mit Ausnahme des 0:1 immer Rückständen hinterher, blieben aber bis zum 8:7 (18. Minute) dran am bereits feststehenden BOL-Aufsteiger. Der setzte sich bis zur Halbzeit dann zwar erstmals etwas deutlicher ab (15:10), konnte damit aber den Widerstand der „Eisenbahner“ nicht brechen. Die Rot-Schwarzen kämpften weiter beherzt, doch um noch einmal heranzukommen, fehlten ihnen angesichts der dünn besetzten Auswechselbank in den zweiten 30 Minuten schlichtweg die Kraftreserven. Näher als bis bis auf drei Tore (20:17, 21:18) konnte das Team von der Siemensstraße nicht mehr verkürzen und musste in den letzten 15 Minuten der Partie endgültig abreißen lassen (27:22/51., 30:23/53.). Mit 25:19 Punkten auf dem Konto liefen die „Eisenbahner“ schlussendlich im Zwölferfeld der Bezirksliga Altbayern auf Rang fünf ein. Für die neue Saison steht lediglich fest, dass Trainer Waclaw Jach seinen Job weitermacht. Der Coach hofft auf Verstärkung aus dem eigenen Nachwuchs, von dem fünf Spieler aus der A-Jugend ins Seniorenlager wechseln.

ETSV 09 Landshut (Tore/davon Siebenmeter): Covaci, Schmid; Sebastian Forster (3), Metzger (10/4), Poppinga (4), Förtsch (3), Deschu (2), Dumler (2), Raith (3), Groß. -fe-   -fe-

 

ETSV 09 bezwingt „Zweite“ der HSG Freising-Neufahrn mit 31:30 (14:16)

 (Ferdinand Mader) 

Im letzten Heimspiel des ETSV 09 Landshut in der laufenden Handball-Bezirksligasaison erlebten die Zuschauer in der Sparda-Bank-Sporthalle gegen die „Zweite“ der HSG Freising-Neufahrn nochmal einen richtigen Handballkrimi. Mit einem Happy-End für die Gastgeber, die sich „verdient, aber glücklich“ (O-Ton Trainer Waclaw Jach) gegen den Tabellenachten (20:22 Punkte) mit 31:30 (14:16) Toren durchsetzten. Bei den Hausherren (5./25:15) ließen es sich die noch angeschlagenen Tomasz Morawski und Sven Poppinga nicht nehmen, beim Heimfinale aufzulaufen. Doch die Gäste als bester der drei Aufsteiger präsentierten eine junge, pfeilschnelle  Truppe, die den „Eisenbahnern“ während der gesamten 60 Minuten auf Augenhöhe begegnete. Trotz einer 5:1-Abwehr fanden die Rot-Schwarzen keinen Zugriff auf die lauf- und konterstarken Gäste, die mit wenigen Ausnahmen in der ersten Halbzeit immer mit bis zu drei Treffern vorlegten. Nach einer Freisinger 16:14-Führung beim Seitenwechsel ging das muntere „Scheibenschießen“ auch im zweiten Durchgang weiter. Allerdings nun mit besserer Beteiligung er Gastgeber, die gegen die sehr offensive Gästeabwehr endlich erkannten, dass Handball ein Laufspiel ist. Beim 18:17 (37.) zogen die Nullneuner erstmals in Front und bauten diesen Vorsprung bis zum 25:19 (47.) aus. Doch ohne Nervenkitzel ging’s bei den „Eisenbahnern“ auch diesmal nicht - zum Ärger von Coach Jach: „Wir haben in der Schlussphase klarste Torchancen nicht reingebracht und wurden im jeweiligen Gegenzug klassisch ausgekontert.“ Und prompt egalisierten die HSG-Youngsters zum 30:30 (59.). Ein Glück, dass die Landshuter Tomasz Morawski als „Lebensversicherung“ hatten. Der baumlange Pole blieb 51 Sekunden vor Ultimo cool und verwandelte einen Siebenmeter zum 31:30. Das war’s, denn beim letzten Angriff der Partie durch die Freisinger stand die Hausherrenabwehr.

ETSV 09 Landshut (Tore/davon Siebenmeter): Andreas Forster, Schmid; Metzger (3/1), Poppinga (1), Förtsch (3), Prücklmeier (1), Deschu, Latacz, Sebastian Forster (4), Tobias Wimmer (7/1), Fabian Wimmer (1), Raith (1), Morawski (10/3). -fe-

 

(Ferdinand Mader)

Beim Bezirksligazweiten HC Deggendorf konnten die Handballer des ETSV 09 Landshut am Samstag bloß eine stark dezimierte Mannschaft mit neun Spielern aufbieten, darunter zwei Torhüter und mit Maxi Metzger bloß einen gelernten Rückraumstrategen. Die „Eisenbahner“ waren chancenlos und kamen mit 23:36 (11:12) unter die Räder. Trotz seiner improvisierten Formation, in der fast jeder Akteur auf ungewohnten Positionen auftauchte, hätte sich 09-Trainer Waclaw Jach schon etwas mehr erwartet von seinen Schützlingen: „Im Angriff haben wir keine Wurfdisziplin gezeigt und in der Abwehr fehlte die Beinarbeit." Exemplarisch war für den Übungsleiter eine Spielsituation in der Schlussphase, als sich die Nullneuner binnen einer Minute drei Kontertore einfingen. Spielentscheidend war dies längst nicht mehr, denn schon in der ersten Halbzeit gerieten die Rot-Schwarzen nach einem kapitalen Fehlstart (2:9-Rückstand bis zur 11. Minute) auf die Verliererstraße. Zwar zeigte die „Manndeckung“ gegen den Deggendorfer Torjäger Valentin Lotos (nur zwei Feldtore) Wirkung. Doch den dadurch auf den Außenbahnen entstandenen Platz nutzte vor allem  Jakob Stubhahn (10/1) weidlich aus. Nach dem 22:11-Halbzeitstand für Deggendorf ging das Schützenfest zwar in etwas eingeschränkter Form weiter, doch bei Zwischenständen wie 27:15 (39.), 30:22 (53.) und 34:22 (57.) gelang den Jach-Schützlingen die erhoffte Schadensbegrenzung nur temporär.

ETSV 09 Landshut (Tore/davon Siebenmeter): Andreas Forster, Schmid; Sebastian Forster (7/1), Metzger (7/2), Förtsch (2), Prücklmeier, Deschu (2), Dumler (3), Raith (2/2). -fe-

 

09-Handballer verlieren gegen Pfaffenhofen mit 31:39 (15:19)

(Ferdinand Mader)

Das waren dann doch zuviel der Ausfälle: Die gute Serie der Bezirksliga-Handballer des ETSV 09 Landshut endete am Samstag nicht unerwartet gegen den Tabellendritten MTV Pfaffenhofen. Der setzte sich in einem munteren „Scheibenwerfen“ bei den verletzungs- und grippegeschwächten „Eisenbahnern“ mit 31:39 (15:19) durch. Dabei legten die Gastgeber los wie von der Tarantel gestochen (4:0 bis zur dritten Minute) und wahrten den Vier-Tore-Abstand bis zur 10. Minute (7:3). Doch dann stellten sich die Gäste auf das Abwehrsystem von 09-Trainer Waclaw Jach, der die beiden Pfaffenhofener Halbspieler mit „Manndeckung“ aus dem Spiel nehmen ließ, immer besser ein und kamen zusehends ins Rollen. Die erste MTV-Führung war nach knapp 17 Minuten fällig (9:10), und bis zur Pause bauten die Oberbayern einen Vier-Tore-Vorsprung auf (15:19). Nach dem Wiederbeginn verpassten die „Eisenbahner“ dann den Anschluss und gerieten über 16:23 (34.) und 20:28 (41.) im Expresstempo aufs Verlierergleis. „Unsere Abwehr war nicht präsent und verlor immer wieder die Zweikämpfe in den Eins-zu-Eins-Situationen, während wir uns vorne nach zu schwachen Würfen Kontertore einfingen“, wusste Coach Jach die Gründe dafür, dass es mit seinen gebeutelten Schützlingen jetzt rapide bergab ging. In der 52. Minute durften die Nullneuner zwar noch einmal kurz hoffen, als sie sich bis auf 28:32 herangekämpft hatten. Doch zwei vergebene, freie Würfe und zwei „Alu“-Treffer der Landshuter hatten im jeweiligen Gegenzug Pfaffenhofener Tore respektive Zweiminutenstrafen und Siebenmeter gegen die Hausherren zur Folge Beim 29:34 (56.) war die Partie dann endgültig entschieden. Ein Lichtblick für die Nullneuner bedeutete allerdings der A-Junior Fabian Wimmer, der auf der Außenbahn einen Sahnetag erwischte und in punkto Wurfeffektivität auf den Spuren seines älteren Bruders Tobias Wimmer wandelte.

ETSV 09 Landshut (Tore/davon Siebenmeter): Schmid, Covaci; Sebastian Forster (2), Metzger (5), Förtsch, Prücklmeier, Deschu (2), Hartl, Latacz, Fabian Wimmer (15), Dumler (2), Raith (5). -fe- 

 

 

(Ferdinand Mader)

Mit Ruhm bekleckert haben sich die Handballer des ETSV 09 Landshut gegen Bezirksliga-„Schlusslicht“ SpVgg Erdweg auch im Rückspiel nicht. Am Ende zählten für den Rangfünften, der neben seinen Langzeitverletzten kurzfristig auch auf Torwart Stefan Schmid und Maxi Metzger verzichten musste, allerdings nur die zwei Pflichtpunkte, die mit 27:21 (12:5) eingefahren wurden. „Wir haben schlecht gespielt und nicht das gezeigt, was ich mir erwartet hätte“, monierte 09-Trainer Waclaw Jach und nahm von seiner Pauschalkritik lediglich zwei Spieler aus: Thomas Morawski hielt die „Eisenbahner“ nicht nur mit elf Toren auf Kurs, sondern glänzte auch als Regisseur. Und A-Junior Fabian Wimmer belohnte sich mit zwei blitzsauberen Toren für seinen couragierten Auftritt. Nach zähem Beginn (3:3 bis zur 9. Minute) kamen die Hausherren auch danach nur mühsam in die Puschen. Erst gegen Ende von Halbzeit eins, als Morawski dem Gewürge seiner Nebenleute nicht mehr länger zusehen wollte und drei Kracher aus dem Rückraum einstreute, setzten sich die Rot-Schwarzen mit mehr als drei Toren ab (12:5). Nach dem Wiederbeginn lief es dann etwas besser bei den Nullneunern, die bei Zwischenständen wie 17:9, 19:10 und 21:12 einem Kantersieg zuzusteuern schienen. Coach Jach freute sich darüber, dass sich am Ende jeder seiner Feldspieler in die Torschützenliste eingetragen hatte und schonte in der Schlussphase seinen Torjäger Morawski, der wegen Rückenproblemen  auf der Bank saß. Die Gäste aus dem Dachauer Land nutzten dies und gestalteten das Ergebnis mit neun erzielten Toren in den letzten zwölf Minuten noch wesentlich freundlicher als es sich Mitte der zweiten Halbzeit andeutete.

ETSV 09 Landshut (Tore/davon Siebenmeter): Covaci, Andreas Forster; Morawski (11/2), Sebastian Forster (5), Förtsch (1), Prücklmeier (2), Deschu (2), Latacz (1), Fabian Wimmer (2), Dumler (1/1), Raith (2). 

Das Spiel der 09-Damen fiel aus, da die Gäste von der SSG Metten II absagten und die Punkte daher kampflos an der Siemensstraße ablieferten. -fe-