Schönes Abschiedsgeschenk“ für Trainer Jach

 (von Ferdinand Mader)

„Das war ein schönes Abschiedsgeschenk für mich“, freute sich Waclaw Jach, der zum Saisonende abgetretene Handballtrainer des ETSV 09 Landshut, über den überraschenden 29:28 (14:12)-Sieg seiner Schützlinge beim bereits feststehenden Meister MTV Pfaffenhofen, Damit rückten die „Eisenbahner“ im Schlussklassement der Bezirksliga mit 24:16 Punkten noch auf Platz sechs vor, nur zwei Zähler hinter dem VfL Waldkraiburg, der ebenso in die BOL aufsteigt wie „Vize" HG Ingolstadt und Meister Pfaffenhofen. „Wir haben damit jede Mannschaft im Zwölferfeld mindestens einmal geschlagen“, trauerte Jach aber auch etwas der verpassten Aufstiegschance nach. Was für die Nullneuner drin gewesen wäre, zeigte das Saisonfinale an der Ilm. Die Gastgeber wollten sich ihre Meisterfete keinesfalls vermiesen lassen, ließen ihre „volle Kapelle“ aufspielen und versuchten mit überharten Aktionen, den Gästen den Schneid abzukaufen. Doch die wehrten sich, zeigten in allen Mannschaftsteilen eine feine Leistung und hatten in Torwart Enrico Kranert und dem neunfachen Torschützen Maxi Metzger ihre herausragenden Spieler. Die „Eisenbahner“ dampften schon in Halbzeit eins immer mit bis zu vier Toren voraus, ließen auch im zweiten Durchgang keine einzige MTV-Führung zu und blieben nach einem 28:24-Vorsprung bis zur 55. Minute auch in der hektischen Schlussphase cool. „Ich kann meinem Nachfolger Stefan Gensberger eine intakte Mannschaft übergeben, der Umbruch mit jungen Spielern ist bereits vollzogen“, sieht Jach auch ohne den aus Verletzungsgründen zurückgetretenen Spielmacher Tomasz Morawski eine gute Zukunftsperspektive für die Rot-Schwarzen.

ETSV 09 Landshut (Tore/davon Siebenmeter): Schmid, Kranert; Andreas Forster, Anderl (1), Metzger (9), Poppinga (1), Vidal (4), Tobias Wimmer (12/6), Fabian Wimmer (1), Raith (1), Groß. 

 

Bei den 09-Handballern ist die Luft jetzt raus

(von Ferdinand Mader)

Mit einer deutlichen 22:34 (15:23)-Schlappe am Sonntag beim Tabellenvierten TSV Eintracht Karlsfeld verspielten die Bezirksliga-Handballer ds ETSV 09 Landshut auch ihre letzte rechnerische BOL-Aufstiegschance. Die Luft schien bei den „Eisenbahnern" allerdings schon vor diesem Duell etwas heraus gewesen zu sein, denn Trainer Waclaw Jach trat ohne fünf verletzte oder verhinderte Akteure beim Tabellennachbarn an. Neben dem Langzeitverletzten Tobias Hirnich fehlten Tomasz Morawski, Alex Covaci, Sven Poppinga und Tobias Raith. Karlsfeld hingegen bot zum letzten Saisonheimspiel seine „volle Kapelle" auf und versuchte die dezimierten Gäste mit seinem schnellen Anstoß- und Gegenstoßspiel zu überrumpeln. Dies gelang nach ausgeglichenen ersten 20 Minuten (knappe 12:11-Führung der Hausherren) vor allem gegen Ende der ersten Halbzeit, als die Oberbayern extrem Tempo machten und bis zur Pause vorentscheidend auf 23:15 davonzogen. „Die Manndeckung gegen die Karlsfelder Torjäger Dominic Gößwein und Benni Ringlstetter war wohl das falsche Mittel, denn im Spiel Vier gegen Vier fanden wir einfach keinen Zugriff und kamen nicht in die Zweikämpfe", räumte Jach selbstkritisch ein. Nach dem Wiederbeginn stellten die Landshuter auf eine 5:1-Abwehr um und zeigten in der Deckung mehr Präsenz.  Doch um eine Aufholjagd zu starten, fehlten den Gästen die Wechselmöglichkeiten auf der Bank. Zumal Tobias Wimmer von den Schiedsrichtern, die den Strafenkatalog sehr einseitig zugunsten de Hausherren auslegten, in der 49. Minute mit der dritten Zeitstrafe vorzeitig zum Duschen geschickt wurde. 

Nach einem spielfreien Wochenende gilt es nun für die Nullneuner, im letzten Saisonspiel am 13. April beim längst feststehenden Meister MTV Pfaffenhofen dem scheidenden Trainer Waclaw Jach einen würdigen Ausstand zu bereiten.

ETSV 09 Landshut (Tore/davon Siebenmeter): Kranert, Schmid; Forster (1), Stangl, Metzger (6), Vidal (1), Deschu (1), Tobias Wimmer (9/1), Fabian Wimmer (3), Groß (1/1).

 

09-Handballer verabschieden sich mit Sieg vom Heimpublikum

(von Ferdinand Mader)

Die Handballer des ETSV 09 Landshut haben sich am Samstag mit einem 33:30 (18:15)-Erfolg im letzten Heimspiel der laufenden Bezirksliga-Saison von ihren Anhängern in der Sparda-Bank-Sporthalle verabschiedet. Die akut abstiegsbedrohte „Zweite“ des TSV Simbach kreuzte mit drei U 21-Spielern aus der Landesligatruppe an der Siemensstraße auf, von denen vor allem Marius Schachinger und Vitus Baumgartner mit je 11 Toren für mächtig Betrieb sorgten. „Trotzdem war unser Sieg eigentlich nie gefährdet und wir machten uns durch Unkonzentriertheiten und zu viele dumme Fouls, die vom guten Schiedsrichter Helmut Kellner zurecht mit Zeitstrafen geahndet wurden, das Leben wieder mal selber schwer“, war 09-Trainer Waclaw Jach nicht restlos zufrieden. Ein bisschen Spaß musste freilich  zum Heimfinale auch ncoh sein bei den Nullneunern. So erfüllte Jach seinem Sportwart Jürgen Metzger den Wunsch, gemeinsam mit Filius Maxi Metzger wenigstens einmal in einem Pflichtspiel auflaufen zu können. Der mittlerweile 50-Jährige blieb dabei zwar ohne Torerfolg, legte dem Sohnemann aber einige seiner gleich 13 „Buden“ auf. Die Führung ließen sich die Hausherren nur in den ersten Spielminuten kurz aus der Hand nehmen, gaben danach aber die Schlagzahl vor und ließen die Innstädter nicht näher als auf zwei, drei Tore herankommen. Im zweiten Durchgang zogen die Rot-Schwarzen dann gleich mit sechs Treffern weg (24:18/40.), Die nimmermüden Grenzstädter robbten sich zwar nochmals bis auf drei Tore heran (27:24/52.), doch mit Tomasz Morawski, der sich verletzungsbedingt erst gegen Ende des Spiels in den Angriff mit einschaltete,  als „Lebensversicherung“ im Abwehrzentrum konnte für die Hausherren über 31:26 (54.) und 32:27 (56.) nichts mehr anbrennen.

ETSV 09 Landshut (Tore/davon Siebenmeter): Schmid, Kranert; Andreas Forster (3), Stangl (1), Maximilian Metzger (13), Poppinga (1), Jürgen Metzger, Deschu, Tobias Wimmer (6/1), Fabian Wimmer (2), Raith (1), Morawski (3/1), Groß (3).

Waldkraiburg gibt sich beim Landshuter 35:29-Sieg als schlechter Verlierer

(v.Ferdinand Mader) 

Revanche gelungen: Die Handballer vom ETSV 09 Landshut demonstrierten am Samstag gegen den VfL Waldkraiburg ihre Heimstärke und drehten nach ihrer knappen Hinspielpleite in der Sparda-Bank-Sporthalle mit 35:29 (16:13) den Spieß um. Der Bezirksligazweite erwies sich danach als schlechter Verlierer und kündigte gegen die Spielwertung einen schriftlichen Protest an. In der hektischen Schlussphase hatte VfL-Trainer Tobias Wethanner bei einer Zeitstrafe seinen Spieler zu früh wieder aufs Feld geschickt und das Landshuter Kampfgericht für diesen Fauxpax verantwortlich gemacht. 09-Trainer Waclaw Jach konnte sich über derlei Mätzchen seines Kollegen, der schon vorher mit ständigem Reklamieren negativ aufgefallen war, nur wundern: „Erstens haben sie den Fehler selbst gemacht und zweitens war das Match zu dieser Zeit, in der 58. Minute beim Stand von 33:29, schon für uns entschieden.“ Das zeichnete sich schon in der ersten Hälfte ab, als die klar überlegenen Nullneuner bis auf 15:9 davonzogen (25.), dann aber die Vorentscheidung vergaben und den Rangzweiten zur Halbzeit (16:13) wieder bis auf drei Tore herankommen lassen mussten. Gleich nach dem Wiederbeginn (31.) handelte sich dann der Landshuter Torschützenkönig Tobias Wimmer für ein Revanchefoul völlig zurecht „Rot“ ein und die Landshuter Felle schienen davonzuschwimmen, zumal bei den Hausherren auch Keeper Alex Covaci und Abwehrstratege Tobias Hirnich fehlten. Doch die von Jach ins Spiel gebrachten Youngsters Moritz Stangl, Roman Vidal, Adrian Nißl und Fabian Wimmer machten, angeführt von 09-Regisseur Tomasz Morawski, ihre Sache ganz prima und heimsten dafür ein Sonderlob ihres Trainers ein. Der Rangzweite kam zwar mehrmals bis auf ein Tor heran, doch der Ausgleich gelang dem VfL nicht. Vielmehr konnten die Hausherren im Endspurt zulegen und binnen knapp vier Minuten von 27:26 (53.) auf 30:26 erhöhen - und damit war der „Drops gelutscht“.

ETSV 09 Landshut (Tore/davon Siebenmeter): Schmid, Kranert; Andreas Forster (3), Stangl (3), Metzger (6), Poppinga (1), Vidal (4), Nißl (2), Deschu, Tobias Wimmer (5), Fabian Wimmer (2), Raith, Morawski (8/1), Groß (1).

 Nullneuner nicht zu Faschingsscherzen aufgelegt

(von Ferdinand Mader)

Nicht zu Scherzen aufgelegt waren die Handballer des ETSV 09 Landshut am Faschingssamstag. Im Bezirksliga-Derby beim TSV Rottenburg holten sie ziemlich humorlos einen 25:30 (9:17)-Sieg. Den hakte danach Gästetrainer Waclaw Jach  als erfolgreich erledigte Pfichtübung ab: „Ich hatte zu keinem Zeitpunkt des Spiels das Gefühl, dass wir diese Begegnung hätten verlieren können.“ Sein Rottenburger Kollege Detlev Klosik trug die neuerliche Pleite gegen seinen Ex-Verein äußerlich mit Fassung und versuchte, die positiven Aspekte für sein weiter akut abstiegsbedrohtes Team herauszuziehen: „Die Jungs haben sich gegenüber dem Spiel gegen Burghausen klar gesteigert, gut gekämpft und nie aufgegeben. Aber wenn bei uns Spieler wie der der erkrankte Adrian Stoica, Marc Bruckmeier oder Tim Böttcher, der sich in der Anfangsphase eine Daumenverletzung zuzog und dadurch stark gehandicapt war, ausfallen, sind sie derzeit einfach nicht zu ersetzen.“ Da konnten die Nullneuner das Fehlen von Abwehrchef Tobias Hirnich schon wesentlich besser verkraften. Mit Tomasz Morawski als Dreh- und Angelpunkt im Rückraum, nahmen sie nach einem guten Beginn der Laabertaler (5:3-Führung bis zur 8. Minute) ab etwa der zehnten Minute das Heft in die Hand. Rottenburg vergab gegen den gut disponierten Alex Covaci im Landshuter Tor viel zu viele Chancen (unter anderem insgesamt drei verworfene Siebenmeter) und fing sich nach Ballverlusten vor allem über den pfeilschnellen Tobias Wimmer immer wieder Kontertore ein. Die „Eisenbahner“ dampften so vom 6:6 (12.) mit einem 9:1-Lauf binnen gut zehn Minuten auf 7:15 davon und hatten damit  die Weichen schon vor der Pause auf Sieg gestellt. Nach einem 9:17-Halbzeitstand erhöhten sie nach dem Wiederbeginn gleich auf 11:20 und wahrten den Neun-Tore-Abstand bis zur 44. Minute (15:24). Etwas Hoffnung bei den nimmermüden TSV-Fans unter den etwa 100 Zuschauern, die ihre Mannschaft bis zur letzten Sekunde anfeuerten, kam in der Schlussviertelstunde dieses von Schiedsrichter Helmut Kellner (SSG Metten) souverän geleiteten Derbys auf: Thomas Deininger und Co. kämpften sich bis auf 20:26 heran und hatten in der Folge nach einer Bankstrafe gegen die Nullneuner und einer roten Karte für Tobias Wimmer (50.) fast zwei Minuten lang eine 6:4-Überzahl auf dem Parkett. Die Hausherren verkürzten zum 24:27 und 25:28 (57.). Doch dann nahm im Jach-Team Tomasz Morawski das Zepter wieder fest in die Hand und der 41-jährige polnische Rückraumriese setzte mit seinem Treffer zum 25:30 bezeichnender Weise auch den Schlusspunkt hinter diese Partie.

TSV Rottenburg (Tore/davon Siebenmeter): Tröger, Behrens, Asbeck; Spanner (3), Tobias Deininger (4), Löffelmann, Thomas Deininger (4/1), Janker (1), Böttcher (5), Zieglmeier (4), Ringenberg (2), Ehler (2/2). – ETSV 09 Landshut: Covaci, Kranert; Andreas Forster, Stangl, Metzger (5), Poppinga, Vidal (2), Nißl (1), Deschu, Tobias Wimmer (8), Fabian Wimmer (4), Raith (3/1), Morawski (5/1), Groß (2).