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Prüferinnen und Prüfer des ETSV 09 Landshut verleihen das DOSB-Sportabzeichen an Sportlerinnen und Sportler

Große Parteien machen es vor: Als gender-gerechte Doppelspitze eröffneten Anneliese Franz und Edi Kausch am Freitag, den 19.11.2021, die feierliche Verleihung der Sportabzeichen in Bronze, Silber und Gold. Zunächst blickte Edi Kausch zurück auf die Saison. Auch 2021 musste das Sportabzeichen-Team auf die Pandemie-Lage Rücksicht nehmen. So konnten im vergangenen Sommer nur zuvor angemeldete Kandidaten antreten. Trotzdem fanden 137 Sportbegeisterte den Weg auf das Vereinsgelände. Viele errangen das Abzeichen zum wiederholten Mal, einmal sogar das 50. Mal. Mit dabei waren 60 Kinder und Jugendliche zwischen sechs und 17 Lebensjahren. Darunter waren 10 Kinder, die im Rahmen des Ferienprogramms der Stadt Landshut das Sportabzeichen absolvierten. Der älteste Sportler war 88.

Eine Besonderheit 2021 war, dass das Ergomar seine Pforten für die Sportabzeichen-Absolventen extra eine Stunde früher geöffnet hatte, so dass die 09´er für ihre Schwimmeinheit das ganze Sportbecken für sich hatten. Baustellen auf der altbewährten Strecke nach Tiefenbach machten den Radlern das Leben schwer. Ganz schnell musste eine Ausweichroute gefunden werden – in Richtung Essenbach.

Familienweise traten die glücklichen Kandiaten vor. Aus Hygiene-Gründen musste sich jeder Absolvent und jede Absolventin die Urkunde mit dem Anstecker selbst vom Gabentisch greifen. Abwechselnd würdigten Anneliese Franz und Edi Kausch die Leistungen eines jeden. Bei dieser Gelegenheit sparten sie nicht mit persönlichen Anekdoten. Als z.B. ein Hosengummi gerissen war, rutschte die Sportlerhose zuerst in die Kniekehle und dann auf den Boden. Das bremste den Ehrgeiz des Sportlers nicht und er absolvierte die Seilsprungübung dann eben in Unterhose. Sind das nicht die Geschichten, die Sieger schreiben?

Doch nicht nur Hosengummis rissen. Athletinnen kämpften im Sommer mit gesundheitlichem Pech, gaben aber bis zuletzt die Hoffnung nicht auf, unterm Jahr noch irgendwie die letzten offenen Kategorien erfüllen zu können. Würden Sehnenriss und Knochenbruch rechtzeitig heilen? Der Einfallsreichtum des Sportabzeichen-Teams machte es möglich: statt Laufen dann eben Nordic-Walking, statt Schleuderballwurf Turnen an den Ringen. Und wenn Schwimmen nicht geht, dann halt Radeln - oder genau umgekehrt. Für so viel Flexibilität gab es ein Extra-Dankeschön für das Prüfungsteam.

Anneliese Franz wagte einen Blick in die Vergangenheit. In ihrem Keller hatte sie eine Sportabzeichen-Urkunde ihres Schwiegervaters aus dem Jahr 1933 gefunden. Dem Publikum zeigte sie das Zeitdokument. Mit dabei waren damals die Disziplinen Kleinkaliber- und Großkaliber-Schießen. Solchen Zeiten trauert keiner mehr nach: „Gut, dass es das heute nicht mehr gibt.“ Gemein auch, dass damals alle Altersgruppen nach denselben Kriterien bemessen wurden. Die Leistungen von Senioren genossen wohl weniger Ansehen als die angehenden Soldaten. Die Sportabzeichen-Obfrau Olga Schneider brachte die Sache auf den Punkt. Bei allem Sportler-Ehrgeiz spielt heute das Miteinander und die Hilfsbereitschaft die Hauptrolle. Daher dankte sie ihrem Team für die gelungene Saison 2021.

 

 

Das war auch dieses Jahr das Motto des Sportabzeichen-Tages für Ferienkinder, den der ETSV 09 Landshut am 19.08.21 in Kooperation mit dem Kreisjugendring Landshut und dem Stadtjugendring Landshut durchführte. Die Wetterbedingungen ohne Regen oder Hitze waren nahezu optimal, so dass jeder der acht- bis 15jährigen den Vormittag auf dem Sportplatz gut durchstehen konnte.
Nach dem Aufwärmen mit einem lustigen Kennenlernspiel und einigen vorbereitenden Übungen ging es als erstes zum 30-, 50- bzw. 100 Meter Sprint auf der erst kürzlich erneuerten Tartanbahn. Im olympischen Mehrkampf hätte man von einem soliden Einstieg mit Steigerungspotenzial gesprochen. Tatsächlich folgten danach viele sehr ansprechende Leistungen. Die Jüngeren durften die Technik des Drehwurfs aus dem Stand in Anlehnung ans Diskuswerfen ausprobieren. Schon nach den ersten Versuchen bewältigten alle die höchste Anforderungsstufe für die jeweilige Altersklasse mit Bravour. Schlagballwurf sowie Weitsprung mit und ohne Anlauf waren weitere Stationen. Wer gerne mal Seil springt, was ja auch während Corona jederzeit möglich war, hatte gut Lachen und schnitt damit in der Kategorie Koordination im Handumdrehen um einiges besser ab als beim klassischen Weitsprung. Inzwischen war der Ehrgeiz der Teilnehmer angestachelt. Im ersten der abschließenden 800 Meter Läufe schafften glatt sechs der sieben jungen Sportler die Goldleistung und erstaunten sogar die Prüferinnen mit langjähriger Erfahrung!
Nach einer kurzen Brotzeitpause mussten alle noch ihre Schwimmfertigkeit unter Beweis stellen, was im nahe gelegenen Ergomar Erlebnisbad in Ergolding niemandem Probleme bereitete. Dort konnten die Kinder schließlich auch ihre Nachweise der gezeigten Leistungen in Empfang nehmen mitsamt einer süßen Aufmerksamkeit des Bades. Mit je fünf Sportabzeichen in Gold und in Silber, die nach Ende der Ferien per Post zugeschickt werden, war es wieder eine sehr erfolgreiche Veranstaltung. Die Kinder äußerten sich ebenfalls allesamt begeistert von dem Tag voller Herausforderungen.
Tanja Schedlbauer bedankte sich im Namen von KJR und SJR Landshut bei den Prüferinnen des ETSV 09 Landshut. Diese wiesen ihrerseits darauf hin, dass noch bis Ende September jeden Mittwoch Leistungen verbessert bzw. nachgeholt werden können und auch Neulinge vom Kind bis zum Senior auf den Anlagen an der Siemensstraße herzlich willkommen sind.

  

Begrüßungsworte von Tanja 

 

Bericht: Kerstin Schedlbauer

 

Deutsches Sportabzeichen: ETSV 09 Landshut zieht Bilanz zum Saisonabschluss

Einwurf in den Hausbriefkasten, Postzustellung, Abholung oder persönliche Übergabe an der Haustüre: Das waren die notgedrungenen Wege, auf denen das Sportabzeichen die Absolventen erreichte. Die Zentralveranstaltung in der Vereinsgaststätte zur Verleihung der Abzeichen in Bronze, Silber oder Gold musste leider ausfallen. Trotzdem sind die Verantwortlichen des Vereins stolz darauf, die Saison durchgezogen zu haben. Das war nicht leicht gewesen.

Der Frühjahrslockdown bremste den Saisonstart aus. Nachdem sich die Tore des Vereinsgeländes einen Spalt breit geöffnet hatten, durften zunächst nicht mehr als fünf Personen auf das Feld. Mit Spontanität war es damit vorbei: Jede Sportlerin und jeder Sportler mussten sich zuvor anmelden. Wurf- und Stoßdisziplinen waren aufgrund der Gefahr von Schmierinfektionen tabu. Die Betreuung der Sportabzeichen-Teilnehmer wurde reduziert, um die zeitlichen Vorgaben einzuhalten.

Trotz allem nahmen über 130 Sportlerinnen und Sportler am Deutschen Sportabzeichen teil: Erwachsene, Familien, Jugendliche und Kinder. Auch 10 Anwärterinnen und Anwärter auf den Zolldienst waren mit dabei. Sogar ein Termin im Ferienprogramm konnte dank der Kooperation mit dem Stadtjugendring mit ausgeklügeltem Hygienekonzept stattfinden. 

Altgediente Athleten konnten Jubiläum feiern. Alfons Frohnhöfer nahm zum 50. Mal das Deutsche Sportabzeichen entgegen. Helmut Scheuchl freute sich über das 40. Mal Gold, Oliver Ast griff zum 35. Mal nach dem Edelmetall. Kerstin Schedlbauer erhielt das Sportabzeichen in Gold zum 25. Mal, Brigitte Löffl zum 15. Mal und Edi Kausch zum 10. Mal.

Die Organisatoren des Angebots hoffen, dass die Saison 2021 entspannter verläuft. Wenn die Pandemie-Bestimmungen es zulassen, soll das Mittwochs-Angebot „Sportabzeichen“ wieder ohne Voranmeldung wahrgenommen werden können. Vermisst wurden im Corona-Jahr auch die Gespräche am Rande des sportlichen Geschehens. Das Prüferteam hofft, dass im neuen Jahr dem Spaß an der sportlichen Herausforderung und der Freude an sozialen Kontakten nichts mehr im Wege steht.

Bild und Text: Achim Reinhart

Fit trotz Corona!
Seit elf Jahren ist beim ETSV 09 Landshut das Deutsche Sportabzeichen ein festes Angebot im Ferienkalender. Durch die Unterstützung des Stadtjugendrings Landshut konnte es auch dieses Jahr trotz Absage der Stadt ermöglicht werden. Einzig Corona bedeutete für das Programm einige nötige Einschränkungen in Bezug auf die Teilnehmeranzahl und die zur Auswahl stehenden Disziplinen.

Neun Kinder zwischen sieben und 15 Jahren kamen (am 19. August 2020) zum Zuge. Alle absolvierten erst einen 800-Meter-Lauf, dann Standweitsprung als Kraftleistung, 30-, 50- bzw. 100-Meter-Sprint und schließlich Weitsprung als Koordinationsleistung. Schon jetzt stand für jeden der erfolgreiche Abschluss fest. Doch welche Farbe würde das Abzeichen schließlich haben?
Der zehnjährige Timo und die elfjährigen Angelina und Theo durften sich an der Disziplin Drehwurf versuchen- nach Desinfektion der Hände und mit anschließender Reinigung des benutzten Wurfrings versteht sich! Alle hatten den "Dreh" schnell raus und konnten sich dadurch von der Stufe Bronze auf Silber verbessern. Dies gelang auch dem 15jährigen Toni mit dem Wurfball zum Ersetzen des Standweitsprungs. Die achtjährige Tiara hatte sich ganz besonders gut vorbereitet, kannte sich bei den Anforderungen aus und hatte auch ihr eigenes Sprungseil dabei. Im "Galoppschritt" sicherte sie sich damit das letzte Pünktchen, das ihr noch für die Goldstufe gefehlt hatte.
Dann hieß es für alle nach einer kurzen Stärkung mit der mitgebrachten Brotzeit Masken aufsetzen und in den Vereinsbussen des ETSV 09 ab zum Ergomar nach Ergolding um noch die geforderte Schwimmfertigkeit nachzuweisen. Die Ausbeute des Tages: einmal das Sportabzeichen in Bronze für den jüngsten Teilnehmer, fünfmal in Silber und dreimal sogar in Gold.
Fit trotz Corona? Wer Lust bekommen hat es sich selbst zu beweisen, ist noch bis Ende September immer am Mittwoch um 17 Uhr willkommen auf dem Sportplatz des ETSV 09. Infos zur Anmeldung und zu besonderen Terminen findet man auf der Homepage www.etsv09landshut.de unter "Sportabzeichen".


Foto (v.l.): Sozialpädagogin Stephanie Neupert vom Stadtjugendring Landshut zeichnete für die Organisation der Anmeldung und der hygienerechtlichen Absicherung verantwortlich, die Sportabzeichen Prüferinnen Kerstin Schedlbauer und Alexandra Hofbauer wurden tatkräftig unterstützt durch die stv. Jugendleiterin Turnen Jasmin Käsbauer, Laura Wiesheu, Elisabeth Hofmann, Diana Eder und Max Reinhart (nicht im Bild).
Text und Foto: Kerstin Schedlbauer
 
   

In Arbeit

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