Nach dem gelungenem Auftaktmatch in der Bezirksoberliga konnten die Handballer als Aufsteiger einen weiteren wichtigen Sieg vor heimischer Kulisse einfahren. Allerdings wurde dieser Sieg teuer erkauft. Bereits in der 10. Spielminute wurde der bis dahin zweifache Torschütze Julian Zaha nach einem schweren Foul mit einem komplizierten Handbruch ausgewechselt und sofort ins Klinikum gebracht. Der Verursacher kam lediglich mit einer zwei Minuten Strafe davon. Dies ist nun der vierte Spieler nach Ulli Lohr, Tobi Raith und Maxi Metzger die mindestens die ganze Vorrunde ausfallen.
Die Heimmannschaft gingen bis zur 4. Minute schnell 4:0 in Führung. Nach dem bereits erwähnten Foul geriet der 09-Angriff ein bisschen ins Stottern und die Gäste kamen bis 9:8 in der 21. Minute ran. Nach einer Auszeit besannen sich die Schützlinge von Trainer Stefan Gensberger und zogen bis zur Halbzeitsirene auf 14:10 davon. Gleich nach Wiederbeginn hieß es 15:10 dann kamen die “10 berühmten 10 Minuten Auszeit”. Dies nützten die Waldkraiburger voll aus und in der 42. Minute zum im eigenen Lager viel umjubelten Ausgleich. Nach einer Standpauke konnte Gensberger seine Mannen zur nötigen Einstellung bringen und so zogen sie über 20:16 in der 46. Minute auf 27:19 in der 56. Minute davon. Somit die Messe gesungen. Der Rest zum 28:22 war für die nie aufgebenden Waldkraiburger nur Kosmetikkorrektur. Trainer Gensberger war wie im Eröffnungsspiel nur mit dem Ergebnis zufrieden. Die im Training einstudierten Spielzüge wurden nur teilweise aufs Parkett gebracht. Zuviel Einzelaktionen und die Wurfausbeute war mehr als katastrophal. Die Abwehr stand einigermaßen zufriedenstellend und einem überragenden Torhüter Asim Ljubijankic sei zu verdanken dass letztendlich ein sicherer Sieg eingetütet werden konnte. Positiv zu erwähnen sei dass alle Feldspieler sich in die Torschützenliste eintragen konnten.
Es bleibt noch viel Arbeit für die nächste Aufgabe auswärts am nächsten Wochenende beim Niederbayernderby in Deggendorf.
Für 09 spielten: Ljubijankic, Kranert; Wimmer Tobias (5) Lipovic Alen (5), Käser (4), Lipovic Adem (2), Stangl (2), Wimmer Fabian (2), Zaha (2), Deschu (2), Prücklmeier (2), Greger (1) und Forster (1)
 

Landshuter starten mit 24:21-Heimsieg gegen Pfaffenhofen in die neue Saison

(v. Ferdinand Mader)

Das Beziksoberliga-Comeback nach 14 Jahren BOL-Absenz ist den Handballern des ETSV 09 Landshut am Samstagabend zumindest ergebnistechnisch gelungen: Zur Saisonpremiere fuhren die „Eisenbahner" gegen den MTV Pfaffenhofen nämlich einen 24:21 (12:11)-Heimsieg ein.

Die zwei ersten Punkte für den Klassenerhalt, um den es für die Nullneuner angesichts von bis zu sieben Absteigern im 15er-Feld wohl nur gehen kann, hakte ETSV-Trainer Stefan Gensberger unter der Kategorie „Arbeitssieg" ab. „In Halbzeit eins haben wir gegen eine allerdings sehr starke und junge Gästemannschaft schwach gespielt. Aber das war nach der langen Spielpause und der Vorbereitung ohne Testmatch nicht anders zu erwarten", zeigte sich der Coach realistisch. Gensbergers Schützlinge mussten nach anfänglicher Führung im ersten Akt Rückständen von bis zu drei Toren (5:8/19. Minute) nachrennen. Einzig und allein Torwart-Routinier Asim Ljubijankic hielt seine Mannschaft in dieser Phase im Spiel und legte mit seinen Paraden den Grundstein dafür, dass die Gastgeber kurz vor der Pause etwas besser in die Gänge kamen. Die knappe Landshuter 12:11-Halbzeitführung war trotzdem etwas schmeichelhaft. 

Nach dem Wiederbeginn stellte Stefan Gensberger dann um. An der Seite von Tobias und Fabian Wimmer konnten somit auch die beiden Neuzugänge Adem und Alen Lipovic, zwei Cousins aus Kroatien, ihr BOL-Debüt für die Rot-Schwarzen feiern. Die Nullneuner hatten die Ilmstädter jetzt fest im Griff und gerieten nur noch einmal (beim 13:14 in der 36. Minute) ins Hintertreffen. Allerdings blieb das Gästeteam bis zum 21:20 (52.) dran an den Landshutern. Die konnten sich ihrer zwei Zähler erst sicher sein, als Alen und Adem Lipovic auf 23:20 erhöhten (56.). „Am Ende hat sich unsere besser besetzte Bank kräftemäßig bemerkbar gemacht", konnte sich Coach Gensberger auf seinen „zweiten Anzug" voll verlassen.

Am kommenden Wochenende haben die Nullneuner spielfrei, ehe sie sich am 17. Oktober gegen Waldkraiburg erneut in eigener Halle präsentieren können.

ETSV 09 Landshut (Tore/davon Siebenmeter): Ljubijankic, Kranert; Metzger (2), Prücklmeier, Deschu, Käser, Zaha (3), Fabian Wimmer, Hirnich (4/3), Tobias Wimmer (7), Adem Lipovic (1), Andreas Forster (5), Raith, Alen Lipovic (2). -fe-

 

Durch die Corona Krise wurde die Saison 2019/2020 unserer Herrenmannschaft nach 14 Spieltagen vorzeitig beendet, was zur Folge hatte, dass unser Team mit 13 Spielen und 20:6 Punkten Tabellenplatz 2 und somit zusammen mit der SG Manching 14 Spiele 25:3 Punkte Tabellenplatz 1 und dem TSV Schleißheim 14 Spiele 18:10 Punkte Tabellenplatz 3 in die Bezirksoberliga aufgestiegen sind.

Laut Trainer Gensberger ist dieser Tabellenplatz und der damit verbundene Aufstieg auch leistungsgerecht, da man mit Abschluss des 13. Spieltages jede Mannschaft mindestens einmal besiegen konnte. Insgesamt 3 Niederlagen gegen Passau und Schleißheim in eigener Halle und Moosburg (auswärts) erinnerten das junge Team immer wieder daran, an den vorhandenen Schwächen zu arbeiten. So entwickelte und steigerte sich der junge Haufen immer mehr und aus ursprünglichen Einzelspielern wurde langsam und stetig ein funktionierendes Team. Unterstützt wurde der Coach dabei von seinen Mannschaftsleader Tobias Wimmer und Tobias Raith, die unermüdlich gerade für die jungen Spieler als Vorbild agierten und Werte wie Einsatz, Einstellung und Teamgeist vorleben. Tobias Hirnich und Karl Heinz Deschu darf man gerne als Kleber der Mannschaft bezeichnen, deren Einsatz und Arbeit gar nicht genug erwähnt werden kann. Ganz besonderen Dank möchte Trainer Gensberger jedoch seinen treuen Trainingspartner Stefan Schmid zukommen lassen, der immer zur Verfügung steht, wo gerade Not am Mann besteht. Ob als Torwart, für die Jugend oder bei den Herren, Stefan ist sich nie zu schade und stellt sich immer dann ins Tor, wo er gerade gebraucht wird und zeigt dabei eine Leistung, von der sich viele Torhüter noch etwas abschauen können. So manche Spieler aus der Herrenmannschaft könnten davon ein Lied singen. Doch nun zum Team: Mit Tomasz Morawski verlor das Team einen absoluten Spitzenspieler, der mit seiner Qualität auch in dieser Art und Weise nicht ersetzt werden konnte. Sven Poppinga konnte aus gesundheitlichen Gründen die komplette Vorbereitung inklusive Vorrunde nicht trainieren bzw. spielen und Phillip Groß war es aus beruflichen Gründen nicht möglich regelmäßig mitzuwirken. Julian Zaha war noch immer durch seinen erlittenen Kreuzbandriss außer Gefecht. Die Vorbereitung lief in den Augen des Trainers mit wenig Personal nicht optimal, da sich die Trainingsbeteiligung auch auf Grund von Beruf und Studium immer in Grenzen halten musste. Erfreulich war der Neuzugang Felix Käser, der sich der Mannschaft anschloss und sich zu einer festen Säule als Denker und Lenker entwickelte. Trotz der nicht unbedingt perfekten Ausgangslage zogen die verbleibenden Spieler das auferlegte Trainingspensum durch und konnten sich somit die nötigen Grundlagen aneignen. Großen Wert legte der Trainer dabei nicht unbedingt auf Kraft und Kondition, sondern viel mehr auf Spielverständnis und Spieldisziplin, sowie individuelles Verhalten einzelner Spieler. Diverse Testspiele zeigten dabei wie notwendig dies werden würde. Im ersten Punktespiel und zugleich Heimspiel traf man dann auf den BOL Absteiger SG Moosburg, gegen die man in einem Vorbereitungsspiel zuvor noch verloren hatte. Dieses Spiel konnte gewonnen werden was einen guten Start ermöglichte, kostete das Team aber den Verlust von ,,Emu Anderl‘‘, der sich in dieser Partie das Kreuzband gerissen hatte. Gerade Emu war einer der jungen Nachwuchsspieler, die mit tollen Einsatz und überzeugender Leistung das Team verstärkten. Dieser Verlust traf schwer. Das zweite Spiel mussten die Eisenbahner ebenfalls bei einen BOL Absteiger bestreiten, den TSV Indersdorf. Auch dieses Spiel konnte gewonnen werden und die Mannschaft überzeugte spielerisch. Im dritten Spiel kam mit dem TV Passau ein Aufsteiger in unsere Halle und zeigte uns an diesem Tag unsere Schwächen auf. Obwohl ebenbürtig, verloren wir dieses Spiel. Fehlende Spieldisziplin sollte uns noch öfter in diese Saison ein Bein stellen. Beim darauffolgenden Match gegen den Ligaprimus Manching war Wiedergutmachung angesagt und in überzeugender spielerischen Qualität mit herausragender Disziplin konnte man Manching deren einzige Niederlage beibringen. Da bekanntlich nach einem Hoch ein Tief erfolgt, wurde das darauffolgende Spiel gegen Schleißheim verloren. Gerecht, jedoch vermeidbar. Ab diesem Zeitpunkt wuchs die Mannschaft enger zusammen. Die Jungs verstanden nun, dass es nur gemeinsam und mit größter Disziplin funktionieren kann und setzte dies in den darauffolgenden Partien um. Gestärkt durch unsere überragenden Torhüter Enrico Kranert und Asim Ljubijankic, die beide hauptverantwortlich für den Aufstieg sind, entwickelte sich das Team immer weiter und das erlernte wurde nun umgesetzt. Was ein Andreas Forster, der in der letzten Saison noch Torwart war bereits am Kreis leistet, ist überragend. An dieser Stelle möchte sich Coach Gensberger auch bei Robert Forster und Jürgen Metzger bedanken, die immer wieder auf Wunsch des Trainers ins Training kamen und Einzeltraining mit den Kreisläufern praktizierten (Billy Idol und Jacky lassen grüßen). Das Spielverständnis im Rückraum entwickelte sich immer weiter, so dass nun auch immer mehr gewechselt werden konnte. Junge Spieler wie Fabi Wimmer, Moritz Stangl und Adrian Nißl fanden nach und nach den Anschluss und sorgen mittlerweile für den notwendigen Konkurrenzkampf. Erfreulich ist auch die entstandene Spielfreude, brenzlige Situationen auch mal spielerisch z.B. mit einen Kempa zu lösen. Auch wenn uns das im Rückspiel gegen Moosburg den Sieg gekostet hat. Die Entwicklung stimmt und mit dem Aufstieg in die Bezirksoberliga ist der Trainingsaufwand und die erzielte Leistung bestätigt worden. Jedoch sollte man jetzt nachhaltig arbeiten, um diese Liga auch halten zu können. Junge Spieler müssen noch mehr Verantwortung übernehmen und A-Jgd. Spieler sollten so früh wie möglich im Herrenbereich integriert werden.

In welchen Zeitraum die Corona Krise dies zulässt, ist noch ungewiss.

 

Geschrieben: St.G.

09-Handballer gewinnen Verfolgerduell in Schleißheim mit 30:26 und steuern nun schnurstracks BOL-Kurs

 (v. Ferdinand Mader)

Wenn selbst der nicht gerade für übertriebene Lobeshymnen bekannte Handballtrainer des ETSV 09 Landshut, Stefan Gensberger, von der „besten Saisonleistung" spricht, dann muss es schon ein verdammt gutes Spiel gewesen sein, das seine Mannschaft im Verfolgerduell der Bezirksliga beim Tabellendritten TSV Schließheim ablieferten. Fakt ist: Nach seinem 30:26 (15:12)-Sieg steuert der Rangzweite mit 20:6 Punkten schnurstracks Aufstiegskurs und kann am Samstag (19 Uhr, Sparda-Bank-Sporthalle) im Gipfeltreffen mit Primus Manching die BOL-Rückkehr auch rechnerisch fest machen.

„Es ist so gut gelaufen, da wollte ich den Spielfluss einfach nicht unterbrechen", begründete Gensberger die Tatsache, dass er bis zur 56. Minute seine Stammsieben durchspielen ließ. Zu dieser Zeit hatten die Nullneuner mit ihren überragenden Spielern Asim Ljubijankic im Tor (u.a. drei gehaltene Siebenmeter) und Tobias Wimmer, der diesmal nicht nur als Vollstrecker (acht Tore), sondern auch als Passgeber und aggressive Spitze der Landshuter 5:1-Abwehr glänzte, bei einer 28:23-Führung den Sieg bereits in der Tasche. Nur in der ersten Viertelstunde dieses gutklassigen Duells hatten die Gäste Probleme mit den „langen Kerls" der Münchner Vorstädter, die bis zum 7:5 immer mit bis zu zwei Toren vorlegten. Dann dampften die „Eisenbahner" aber los, glichen aus und enteilten über die Stationen 10:9, 12:9 und 13:10 bis zur Pause auf 15:12. Auch in der zweiten Hälfte machten Tobi Wimmer, Maxi Metzger und Tobias Hirnich im 09-Rückraum mächtig Betrieb und setzten immer wieder gekonnt die „Flügelzange" Fabian Wimmer/Tobias Raith in Szene, von der vor allem Raith mit acht Toren kräftig zubiss. Landshut baute so sein Polster auf fünf Tore aus (23:18/45.) und sorgte, nachdem die Hausherren bis zur 53. Minute nochmals auf 23:25 verkürzt hatten, mit einem 3:0-Lauf für die endgültige Entscheidung.

ETSV 09 Landshut (Tore/davon Siebenmeter): Ljubijankic, Kranert; Metzger (6), Poppinga, Prücklmeier, Deschu, Fabian Wimmer (4), Hirnich (4/2), Tobias Wimmer (8), Stangl, Alexander Gensberger, Forster, Raith (8), Groß. -fe-

 

Abwehr bleibt „Problemzone" der 09-Handballer

(v. Ferdinand Mader)

Die Abwehr bleibt die „Problemzone" für die Handballer des ETSV 09 Landshut. Trotzdem reichte es auch im Heimspiel am Samstag gegen die „Zweite" des SVW Burghausen zu einem 31:30 (17:17)-Heimsieg, durch den der Tabellenzweite (18:6 Zähler) sein Fünf-Pumkte-Polster auf einen Nichtaufstiegsplatz wahrte. „Wir bekamen vor allem den neunfachen Burghausener Torschützen Michael Kalchauer nicht in den Griff", kritisierte 09-Trainer Stefan Gensberger. Der Chefanweiser sah sich nach dem Ausfall seines Spielmachers Felix Käser (Fingerbruch) und des verletzten Rückraumstrategen Adrian Nißl mit seinen 51 Jahren sogar genötigt, in den letzten Minuten selbst ins Geschehen auf dem Parkett einzugreifen. Bis in die Schlussphase hinein machten sich die Landshuter mit ihren Nachlässigkeiten das „Leben" selbst schwer. Sie lagen mit wenigen Ausnahmen immer vorne, konnten sich aber in Halbzeit eins (17:17) nie um mehr als zwei Tore absetzen. Ein größerer Vorsprung gelang zwar gleich nach dem Wiederanpfiff (20:17/34. Minute). Doch weil die Rot-Schwarzen nicht nur in der Deckung löhrig blieben, siondern nun auch in der Offensive zu viele Chancen ausließen, drehte der Tabellenachte von der Salzach plötzlich den Spieß um (22:23/41.). Erst, als Gensberger den Gäste-Shooter Kalchaer von Tobias Womemr an die „kurze Leine legen" ließ, kamen die „Eisenbahner"  wieder in die Spur. Das Match war gelaufen, nachdem Tobi Wimmer, Tobi Hirnich und Maxi Metzger binnen gut drei Minuten von 28:27 auf 31:28 (59.) erhöht hatten. Der Doppelschlag der BOL-Reserve in den letzten 30 Sekunden des Spiels zum 31:30-Endstand kam zu spät.

„Die jetzt folgende, lange Spielpause bis zum 7. März kommt mir ganz gelegen", will Chefanweiser Gensberger im Training intensiv an den Defiziten seiner Truppe arbeiten. Mal sehen, was seine Schützlinge angesichts des bevorstehenden Faschings-Endaspurts dazu sagen.

ETSV 09 Landshut (Tore/davon Siebenmeter): Kranert, Ljubjankic; Metzger (6), Poppinga, Prücklmeier, Deschu (1), Stehr, Fabian Wimmer (2), Hirnich (4/4), Tobias Wimmer (12), Stangl, Gensberger (1), Forster (2), Raith (3). -fe-