Trotz hoher Temperaturen: Wichtige Informationen und Notfalltraining bei den Herzsportgruppen des ETSV 09 Landshut
Trotz der hochsommerlichen Temperaturen trafen sich die Herzsportgruppen des ETSV 09 Landshut zu einer wichtigen Notfallfortbildung. PD Dr. Jürgen Martin informierte die Teilnehmer in einem kurzen Vortrag über aktuelle medizinische Erkenntnisse, die insbesondere für Herzpatientinnen auch in der Rehabilitation von Bedeutung sind. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Herzinfarkt bei Frauen, dessen Symptome sich häufig anders äußern als die allgemein bekannten typischen Anzeichen.
Im Anschluss beantwortete PD. Dr. Martin zahlreiche Fragen der Teilnehmenden. Danach wurde die praktische Wiederbelebungsübung aufgrund der Hitze nach draußen in den Schatten verlegt.
Eine Besonderheit dieser Fortbildung war die Einladung an Angehörige, teilzunehmen. Denn im Ernstfall sind es häufig Partner oder Familienmitglieder, die im Notfall unmittelbar Hilfe leisten müssen. Dr. Frank Schiewe-Langgartner und sein Kollege PD Dr. Martin hatten dafür zwei Reanimationspuppen mitgebracht, an denen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Herzdruckmassage unter fachkundiger Anleitung üben konnten. Viele nutzten die Gelegenheit, den richtigen Rhythmus und den erforderlichen Druck praktisch zu erproben.
Zum Abschluss kamen alle bei einer Brotzeit und kühlen Getränken zusammen. Das gemeinsame Fazit lautete: Im Notfall zählt jede Minute – und jeder kann helfen und damit zum Lebensretter werden.



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Körperliche Aktivität ist gut für das Herz, den Stoffwechsel und das allgemeine Wohlbefinden. Wer nicht gerne auf Dauer allein etwas für sich tun will, findet in einer Herzsportgruppe Bewegungsangebote mit Gleichgesinnten unter fachkundiger Anleitung von den Übungsleiter*innen. In einer Gruppe macht Sport mehr Freude und angepasste Bewegung gehört zu den wirkungsvollsten Methoden, um etwas für die Gesundheit zu tun. Keine Angst nach einem Infarkt, implantierten Herzschrittmacher oder Defibrillator. Es ist oftmals schwierig, sich wieder ins Leben einzufinden, sich Bewegung zuzutrauen. Hier kann der Sport mit Verordnung ein Wiedereinstieg sein.
Der Hausarzt oder Facharzt verordnet dem Patienten Herzsport auf „Formular 56“. Bitte aktiv den Arzt ansprechen. Der Patient legt das von ihm unterschriebene Formular seiner Krankenkasse zur Genehmigung vor. Mit dem genehmigten Formular und allen weiteren Unterlagen, unter anderem ein EKG, geht der Patient zum Herzsport und übergibt diese den qualifizierten Übungsleitern*innen. Die regelmäßig anwesenden Ärzte nehmen zusammen mit den Übungsleitern und Übungsleiterinnen der Sportstunden, entsprechend der Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit der Patienten die Einteilung in die jeweilige Sportgruppe vor. Es gibt drei Gruppen, mit unterschiedlichen Anforderungsgraden, für weniger belastbare bis hin zu „fitteren“ Herzpatienten.
Die Herzsportgruppen des ETSV 09 Landshut treffen sich jeden Donnerstag in der Turnhalle des Hans-Leinberger Gymnasiums, Jürgen-Schumann-Str. 20. Jeder Gruppe steht ein großer Teil der Halle zur Verfügung. Mit und ohne Handgeräte. In allen Übungs- und Trainingsstunden der Übungsleiter/-innen, Tina Hönig, Karl-Heinz Krüger und Claudia Käsbauer sind wieder Plätze frei. Individuell werden hier die Übungen ausgesucht. Interessierte, die gerne teilnehmen möchten, wenden sich bitte an Claudia Käsbauer 0871/798 11
Text und Bild: Claudia Käsbauer
